Clara Herrmann

Gesundheit, Medizin und Homöopathie

Die Heilpraktiker Ausbildung wird immer gefragter

Gepostet von admin 3. Januar 2012

Menschen in Heilpraktiker Ausbildung haben ein Mindestalter von 25 Jahren, mindestens einen Hauptschulabschluss und eine Genehmigung des zuständigen Gesundheitsamtes. Außerdem müssen sie ihre körperliche, seelische und geistige Eignung für den Beruf des Heilpraktikers mittels ärztlichem Attest und polizeilichem Führungszeugnis nachweisen können. Um zum Heilpraktiker zugelassen zu werden muss der Heilpraktiker in Ausbildung nach Abschluss seiner Studien eine schriftliche und/oder mündliche Überprüfung überstehen, mit der sichergestellt werden soll, dass von dem Prüfling keinerlei unmittelbare Gefahr für die allgemeine Gesundheit der Bevölkerung ausgeht, auch wenn Mittel der Homöopathie eingesetzt werden.

Dementsprechend muss die Überprüfung immer spezifische Fragen zu Krankheitsbildern Diagnostik, Anatomie und Pharmakologie enthalten. Die Heilpraktiker Ausbildung ist gesetzlich nicht einheitlich geregelt und dauert in privaten Schulen cirka zwei Jahre. Allerdings besteht keine gesetzliche Verpflichtung zum Besuch einer solchen Schule oder einer anders organisierten Heilpraktiker Ausbildung, jedoch ist die Zahl derjenigen größer, die ohne Schulung durchfallen.

Letztendlich ist nur wichtig, dass das erforderliche Wissen zu den entsprechenden Themen und den allgemeinen therapeutischen Aussagen bezüglich der nachgefragten Krankheiten zur Verfügung steht. Abgefragt werden die Kenntnisse in Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie beim Menschen. Auch abgefragt werden Kenntnisse der allgemeinen Krankheitslehre, Unterscheidung und Erkennung von Volkskrankheiten, insbesondere wenn es sich um Stoffwechselerkrankungen, Herz- und Kreislaufkrankheiten sowie degenerative und übertragbare Krankheiten. Natürlich gehören das Erkennen und Erstversorgen akuter Notfälle bzw. lebensbedrohlicher Zustände.

Bekannt sein müssen auch die Techniken klinischer Befunderhebung mit Diagnose, Differentialdiagnose und auch klinische Untersuchungen wie die Inspektion, Auskultation, Palpation, Perkussion und nicht zu vergessen die Funktionsprüfungen von Organen und Körpersystemen. Grundlegende Laborwerte müssen gedeutet werden können. Grundtechniken müssen beherrscht werden wie Injektions- und Punktionstechniken sowie Blutabnahme. Grundlagen wie Praxishygiene, Desinfektion und Sterilisation, Berufs- und Gesetzeskunde inklusive der gesetzlichen Einschränkungen und Pflichten gehören zu den Grundkenntnissen. Die Heilpraktiker Ausbildung verlangt doch schon so einiges ab.