Clara Herrmann

Gesundheit, Medizin und Homöopathie

lapachotee

In unserer heutigen Zeit wurde der Lapachotee wieder entdeckt und findet bei Gesundheitsbewussten zunehmende Anerkennung. Der Lapachobaum, der in Mittel- und Südamerika vorkommt und aus dessen innerer Rinde dieser spezielle Tee besteht, wird ein bis zweimal jährlich geschält. Dieses Verfahren schadet dem Baum nicht. Die vom Lapachobaum gewonnene Rinde wird getrocknet und kann dann als Tee mit kochendem Wasser aufgegossen werden. Die Inkas verwendeten diesen Tee, um die verschiedensten Krankheiten und Beschwerden zu lindern.

Eine Analyse des Tees ergibt eine Vielzahl von lebenswichtigen Mineralien und Spurenelementen, zum Beispiel Calcium, Eisen oder Kalium. Die Wirkung des Tees wird der Kombination seiner Inhaltsstoffe zugeschrieben. So sind die Wirkstoffe Lapachol und Lapachon, bei denen es sich um Naphthochinonverbindungen handelt, erwiesenermaßen gesundheitsfördernd. Lapachol kann die Wundheilung verbessern und Hautkrankheiten lindern.

Zudem enthält Lapachotee, wie Tee übrigens im Allgemeinen, Tannine. Das sind besondere Gerbstoffe, die eine adstringierende, verengende Wirkung besitzen und dadurch gleichfalls eine Wundheilung beschleunigen können. Lapachol und Lapachon sollen sich auch im Rahmen eines Diabetes mellitus positiv auswirken können. Das Wundermittel Lapachol hat zudem antikanzerogene Wirkung, das heißt es wirkt den freien Radikalen im Körper entgegen und vermindert so das Risiko, an Krebs zu erkranken. Durch die positiven Auswirkungen auf das Immunsystem kann Lapachotee bei Erkältungserkrankungen und Allergien eingesetzt werden. Die Verdauung wird angeregt durch das Trinken des Tees und er wirkt entwässernd.

Lapachotee ist bekömmlich und wird gut vertragen. Um einen Liter Tee zuzubereiten, benötigt man zwei gestrichene Esslöffel Lapachorinde. Die Rinde wird in eine Teekanne gegeben und mit kochendem Wasser übergossen. Anschließend lässt man den Tee ungefähr eine Viertelstunde ziehen, wobei die Kanne abgedeckt sein sollte.

Nach dem Ziehenlassen gießt man das Getränk durch ein Sieb, es sollten keine Rindenreste mehr im Tee enthalten sein, damit er nicht bitter wird. Da Lapachotee kein Koffein enthält, kann man ihn bedenkenlos auch in großen Mengen trinken. Gelagert werden sollte die Lapachorinde in trockenen und dunklen Behältern, dann ist sie noch für lange Zeit haltbar

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